Hexen, Henker und Halunken

In ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte führt sie am Sonntag, 15. Juli 2018 Stadtführer Ernst Heimes durch die Stadt Rottenburg.

Hexenglaube war weitverbreitet und bedeutete für die so bezeichneten Frauen häufig Folter und Tod. Auch in Rottenburg fanden Hexenprozesse statt. Auf einem kurzen Weg durch den Stadtteil zwischen Unterwässer und Marktplatz werden Orte aufgesucht, die etwas von diesem Glauben und den grausamen Folgen zu berichten wissen.

Henker hatten Multifunktionen: sie überwachten Bordelle, vergruben gestorbenes – nicht geschlachtetes – Vieh, und waren bei den Prozessen behilflich, Geständnisse zu erfoltern und die Strafen zu vollziehen. Die Rottenburger Henker wohnten im Amannhof am südlichen Rand der Stadt.

Halunken, meist arme Teufel, die die Not zu Dieben oder Räubern gemacht hatte. In Rottenburg gab es Häuser, die dafür extra gebaut worden waren.

Eines davon ist der Amannhof. Seine Zellen geben heute noch einen Blick in diese Zeit, die noch nicht einmal 200 Jahre vergangen ist.

Die Führung beginnt um 14:30 Uhr am Haus am Nepomuk in Rottenburg am Neckar.

Karten gibt es im Vorverkauf bei der WTG Tourist-Information am Marktplatz 24 in Rottenburg Tel. 07472-916 236 oder info@wtg-rottenburg.de oder beim Stadtführer vor Ort.